Heiliges Wochenbett

– Postpartum is forever –

Das Wochenbett, eine Zeit der oft so wenig Beachtung geschenkt wird und doch so heilig ist. Denn wir werden nach der Geburt auch selbst neu geboren. Jedesmal wieder aufs neue. Und diese Zeit des Ankommens ist so besonders und so einzigartig, nicht nur für unser Baby sondern auch für uns. Oft wird jedoch nur das Baby gesehen und die Mutter vergessen (vor allem auch nach traumatischen Geburtserlebnissen). 

Der Tag wird viel zu schnell wieder zum Alltag. Dabei sollte diese Zeit ein Nähren des Babys UND der Mutter sein. 

Eine Mutter, die auch Ankommen darf in ihrer neuen Rolle. Ein Zusammensein von Mutter und Kind. Ein gemeinsames Sein im Bett. Ein Ausruhen. Ein Heilen. Ein Schlafen. Ein Kuscheln. 

Ich weiß, das ist nicht immer so leicht umsetzbar, doch sollte es auf jeden Fall eine Option sein mit dem Bewusstsein wie wichtig auch diese Zeit ist. 

Denn der Fokus liegt meist nur auf Schwangerschaft und Geburt, was unzählige Vorbereitungskurse zeigen.

Doch wer bereit dich auf die Zeit nach der Geburt vor?!

Wer sagt dir wie wertvoll es ist, wenn du ausreichend nährendes Essen zur Verfügung hast, dich ausreichend ausruhen, keinen Haushalt schmeißen, sondern dich nur um dein Baby kümmern kannst.

 

 Hold the mother so she can hold her baby. 

 Besuch der kommt um die Mutter, nicht das Baby, zu halten und zu unterstützen.

 In dieser Zeit passiert so viel. Wir lernen unser Baby kennen. Wir heilen körperlich. Eine Gebärmutter die sich zurück bildet und der Wochenfluss der wie der Name sagt Wochen dauern kann.

 Und wir heilen auf mentaler Ebene. Wir verarbeiten die Geburt, das größte transformative Ereignis. Egal ob wir eine positive oder negative Geburtserfahrung hatten… Beschäftigen wird sie uns in jedem Fall. Beim ersten als auch bei jedem weiteren Kind.

Und dafür sollte Zeit und Raum da sein. Denn auch wir werden ganz neu als Frau geboren. 

 Je früher wir all das wissen und uns damit beschäftigen (in der Schwangerschaft), desto entspannter kann unser Wochenbett werden. 

 Themen wie: 

  • Essen vorkochen oder vorab organisieren für die ersten Wochen (Dabei an das richtig NÄHRENDE Essen im Wochenbett denken)
  • Sich mit dem Thema Stillen auseinander setzen und sich eventuell sogar schon eine geeignete Stillberaterin zu suchen (für den Fall, dass ich dann auch schnell Hilfe zur Hand habe)
  • Sich Gedanken über Besuch zu machen (Zeitpunkt)
  • Wie kann ich mir weitere Hilfe dazu holen (Haushalt, evtl. Geschwisterkinder)

 können vorab besprochen werden.

 Je entspannter wir nach der Geburt aufgefangen werden, desto besser können wir in die neue Mutterolle hinein wachsen.

 Ich möchte damit Bewusstsein dafür schaffen, dass es mit der Geburt nicht aufhört, sondern ein weiteres so wichtiges Kapitel beginnt, auch das 4. TRIMESTER genannt.